Leben & Werk
Kurzbiographie Leben & Werk

CHRISTIAN SCHAD          LEBEN & WERK
 

Wellen des Aufbruchs zum großen Ziel

Gedenktafel am Geburtshaus


Dieser biographische Abriss folgt einem Grundgedanken Christian Schads von 1915, wonach es für ihn keinen Fortschritt gibt, sondern

“...nur eine Richtung, die ein Kreis ist, der stetig sinkt oder steigt, bis seine  Bewegung das große Ziel erreicht, auf das der Glaube hofft."

Christian Schad: Köpfe, in: Sirius,Nr.3,vom 1.12.1915, S.37, Zürich 1915

Stufen, Holzschnitt
München 1913


1894

Miesbach/Oberbayern: geboren am 21.August.

 

                

 

München : Jugend und Ausbildung

 

in kultivierter, bildungsbürgerlicher Atmosphäre,

1914

Abkehr von der Münchener Kunstakademie ; Hinwendung zum Expressionismus

 

 

 

Schweiz : Pazifismus und Dada

1915

Emigration nach Zürich, ins Zentrum der europäischen Pazifistenszene,

 

und nach Genf; im Dadaismus Bruch mit allen Traditionen und Dogmen

1918

Hinwendung zur Abstraktion,

1919

Entdeckung der Technik des Photogramms, der „Schadographien“

 

dadaististische Holzreliefs

1920

Rückkehr ins Nachkriegschaos Münchens, Sinnkrise, Lösung vom Dadaismus.

 

 

 

Italienische Reisen

1920

Rom, Studium der Renaissance-Meister, v.a. Raffaels ; Selbstfindung duch das

1921

Eintauchen in die lebensvoll-volksnahe Welt Neapels, Durchbruch zum Realismus

1923

Heirat mit der Römerin Marcella Arcangeli ,Übersiedlung nach Neapel

1924

Geburt des Sohnes Nikolaus

1925

Aufenthalt in Rom , Porträt von Papst Pius XI.

 

 

 

Wien : Weltstadtzirkel

1925

Umzug der Familie nach Wien,

 

Schads Atelier als Treffpunkt eines Kreises von Intellektuellen,

 

Künstlern, Aristokraten; erste Reihe der stilbildenden Porträts der Neuen Sachlichkeit

1927

Trennung des Paares; Aufenthalt in Berlin.

 

 

 

Berlin : Licht-und Schattenseiten

1928

Übersiedlung nach Berlin, weitere Porträts der Neuen Sachlichkeit,

 

lebhafte Ausstellungsbeteiligung

1929

Paris, Bretagne

1931

Tödlicher Badeunfall seiner Frau Marcella in Rom;

 

umfassende Neuorientierung, Beginn der Beschäftigung mit fernöstlicher Phillosophie

1933

nur noch wenige künstlerische Arbeiten

1935

Erfolgreiche Aufnahme eines kaufmännischen Brotberufs

1936

Ausstellung der Schadographien im Museum of Modern Art in New York

 

- ohne Wissen des Künstlers;

 

Sommeraufenthalte in den Tegernseer Bergen,

 

Naturaquarelle und Tuschpunselzeichnungen

1943

Zerstörung des Ateliers bei einem Bombenabgriff.

 

 

 

Aschaffenburg : Vollendung des Kreises

 

Umzug nach Aschaffenburg, im Auftrag der Stadt Kopie der Stuppacher Madonna,

 

von Matthias Grünewald, in vierjähriger Arbeit

1947

Heirat mit Bettina Mittelstädt

1950

Erste Bilder des „Magischen Realismus“

1960

Neue Schadographien

1961

Bau eines Atelierhauses in Keilberg bei Aschaffenburg;

 

seitherWiederentdeckung, deutsche und internationale Ausstellungen,v.a.

1972

Retrospektive im Palazzo Reale in Mailand

1974

Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Bessenbach-Keilberg

1980

Umfassende Retrospektive in der Staatlichen Kunsthalle Berlin,

 

 Ehrenprofessur in Berlin.

 

 

1982

Christian Schad stirbt am 25. Februar in Stuttgart.         

 

                                            

1997

Große Schad-Ausstellung Kunsthaus Zürich, Lenbachhaus München und

1998

Kunsthalle Emden.

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